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Die Gefahren des Goldrausches
(Stand 05.07.2010)

"Viele Anleger flüchten sich in die vermeintliche Stabilität des Edelmetalls. Die Käufer übersehen dabei aber die Tücken dieser Anlage."
So beginnt ein Artikel im Handelsblatt vom 05.07.10. Darin geht es um die verschiedenen Möglichkeiten in Gold oder goldnahe Titel zu investieren. Das Interesse der Anleger ist groß und die Mittelzuflüsse in "Gold-Fonds" ebenfalls. Doch warum kaufen die Menschen Gold?
Geschäfte mit der Angst: "Ein Teil der Kunden möchte Gold-ETCs als Sicherheit für den Fall kaufen, dass die Staatsverschuldung nicht mehr beherrschbar ist.
Die andere Gruppe will damit auf einen steigenden Goldpreis spekulieren"
Im weiteren Verlauf wird das Emittenten-Risiko der ETC's und ETF's beschrieben. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Denn im Falle einer Insolvenz gehören die Goldbestände der ETC's nicht zum Sondervermögen sondern zur Insolvenzmasse. Was das bedeutet, kann jeder abschätzen, der sich an die Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman im Herbst 2008 erinnert.
Schwer zu durchschauen:
Bei Xetra-Gold wird nicht ausschließlich physisches Gold hinterlegt, sondern bis zu einer bestimmten Obergrenze Buchgold.
Und wenn das Unternehmen, welches das "Buchgold" liefern soll/muss nicht mehr zahlen/liefern kann, dann ist das Buchgold nichts mehr wert. Ob und in welchen Verhältnis solche Konstellationen vorhanden sind, läßt sich für den Anleger kaum erkennen bzw. in Erfahrung bringen. Selbst beim Xetra-Gold der Deutschen Börse sind 6 weitere Gesellschafter involviert. Solche rechtlichen Konstruktionen erschweren es dem Anleger, die wirtschaftliche Stärke bzw. ein eventuelles Insolvenz-Risiko zu erkennen. Für den eher unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz wähnen sich viele Anleger mit dem Recht auf Auslieferung des Goldes in Sicherheit. Allerdings ist fraglich, ob sich ein Herausgabeanspruch bei einer Insolvenz des Emittenten noch durchsetzen lässt, und falls doch, wie lange es dauert, bis der Insolvenzverwalter einen Überblick über die Eigentumsansprüche hat. Daher lautet der Rat: Direkt Goldbarren kaufen und diese im Optimal-Fall im Ausland (vorzugsweise Schweiz oder Liechtenstein) lagern.
» Hier können Sie den gesamten Artikel im Handelsblatt lesen «
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