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Wie sicher sind geschlossene Fonds?
(04.05.2011)
Weit über 90 Prozent der Anlagen in geschlossene Fonds sind rentabel. Allein bei Schiffsfonds gab es bei 92,5 Prozent der geschlossenen Fonds einen Vermögenszuwachs (Quelle: Die Performance historischer Schifffonds – Edition 2010 von FondsMedia).
Bei Immobilienfonds ab dem Jahr 2000 haben 97,4 Prozent der Fonds einen Vermögenszuwachs verzeichnet. Der durchschnittliche jährliche Vermögenszuwachs pro Fonds eines Anlegers liegt hier bei 9,1 Prozent (Quelle: Die Performance historischer Immobilienfonds – Edition 2010 von FondsMedia).
Investitionen in klassische geschlossene Fonds wie Schiffe und Immobilien erwirtschaften in aller Regel langfristige, stabile Erträge.
Die große Mehrheit der Anleger profitiert von der Anlage und erhält die prognostizierten Ausschüttungen. Selbst im Krisenjahr 2010 sind insgesamt 2,6 Milliarden Euro an Anleger ausgeschüttet worden, bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital beträgt die Ausschüttungsquote damit nahezu 4 Prozent. (Quelle: VGF Verband Geschlossene Fonds)
Besser in Aktien investieren?
Aktien sind hoch volatil, ein Verlust großer Anlagesummen ist nicht ungewöhnlich. Der Deutsche Aktien Index (DAX) hat zwischen Februar 2000 und Februar 2001 innerhalb eines Jahres 75 Prozent seines Werts verloren. Zwischen Oktober 2007 und Februar 2009 hat der DAX 50 Prozent verloren. Beispielhaft ist hier die Nokia-Aktie zu nennen, die einst gefeiert inzwischen einen Kurzverlust von etwa 90 Prozent hinnehmen musste (Mai 2000 – April 2011).
Es gibt nirgends eine 100%ige Sicherheit
Grundsätzlich besteht bei jeder Finanzanlage, also auch bei Finanzprodukten, die dem
Risikotyp „geringes Risiko“ entsprechen, das Risiko des Totalverlusts.
Keine Kapitalanlage ist völlig sicher. Leider bietet auch der Einlagensicherungsfonds der Banken keine 100%ige Sicherheit.
Auf die Leistungen des Einlagensicherungsfonds gibt es für den Kunden keinen unmittelbaren Rechtsanspruch. Der Fonds dient der Stabilisierung der ihm jeweils angeschlossenen Institute im Krisenfall. Bei einer allumfassenden Bankenkrise ist eine ausreichende Leistung nicht garantiert. Die Höhe der Sichteinlagen in Deutschland (Girokonten, Sparbücher, Tages- und Festgeld) beträgt ca. 1,5 Billionen Euro. Der Einlagensicherungsfonds verfügt (nur) über ca. 5 Mrd Euro (= 0,005 Billionen Euro, also nur 0,3% aller Sichteinlagen).
Das ist ungefähr so sicher, als würden Sie als Brandschutzmaßnahme für Ihr Haus einen Eimer mit Wasser bereitstellen.
Was also tun?
Seit jeher lautet die Grundempfehlung, das Risiko (von Kapitalanlagen) durch eine gezielte Streuung zu verringern. Dann ist auch der Ausfall einer oder sogar mehrerer Investments verschmerzbar, denn die Gesamt-Rendite der übrigen Kapitalanlagen kann trotzdem noch höher sein, als die derzeit ohnehin geringe Verzinsung sogenannter Garantieprodukte.
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